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10 Fragen rund um die Bildflugplanung

Vor jedem Flugprojekt steht die Bildflugplanung. Aber was ist dabei alles zu berücksichtigen? Wir haben mal bei Stefan Drieling, der bei uns meist die Flugplanungen erstellt, nachgefragt:


1. Brauche ich immer eine Flugplanung?

Ja! Der Pilot braucht sie als Grundlage für seinen Bildflug, und die Kamera erhält so ihre genauen Auslösepunkte.





2. Welche Angaben sind für die Flugplanung wichtig?

Die Angaben, die uns unsere Kunden für das Projekt vorgeben: >>> Bodenauflösung (GSD), die Überlappung (z.B.True-Ortho oder Orthophoto) und das zu befliegende Gebiet (Umring). Ein DGM ist bereits im Programm hinterlegt. Aus diesen Angaben errechnet unsere Software einen Vorschlag für die Flugplanung. Je nach Topografie kann es notwendig sein, anschließend nochmals nachzujustieren. Z.B. wenn für die Innenstadt eine andere GSD gewünscht ist als für das bewaldete Umland oder bei besonderen Höhenunterschieden wie z.B. am Rand der Schwäbischen Alb, im Rheingraben Richtung Pfalz oder in Singen mit seinem Hohentwiel.


3. Was wird bei der Flugplanung alles festgelegt?

Die Auslösepunkte der Kamera und die Lage der Flugstreifen. Diese Angaben werden anschließend in die Flugsoftware des Piloten eingelesen.



4. Wer macht die Flugplanung bei geoplana? Braucht man dafür Vorwissen? Und wenn ja: Welches?

Bei geoplana sind Frau Maier und Herr Drieling die Spezialisten für die Flugplanung. Was man für diese Aufgabe braucht ist neben einem guten geografischen Verständnis sehr viel Erfahrung!


5. Welche Software wird für die Flugplanung eingesetzt?

Wir verwenden die Leica MissionPro Flight Planning Software. Diese ist optimal auf unsere >>> Kameras von Leica abgestimmt.


6. Was passiert mit der fertigen Flugplanung?

Diese wird an unsere Piloten übergeben und in das Flugmanagement-System Leica FlightPro eingespielt. So erhält die Kamera automatisch ihre Auslöseimpulse, während der Pilot exakt die berechneten Flugstreifen fliegt.



7. Wie lange im Voraus wird die Flugplanung erstellt?

Grundsätzlich ist die Flugplanung sehr kurzfristig möglich. Mehr Vorlaufzeit brauchen Befliegungen in Flughafennähe oder bei einer GSD von 20cm. Dann ist vor dem Flug die Genehmigung der Flugsicherung notwendig. Diese muss am Flugtag nochmals bestätigt werden, so dass hier sehr kurzfristige Anpassungen notwendig werden können.


8. Kann der Pilot spontan von der Flugplanung abweichen? Wann macht das Sinn? Und was hat das für Folgen?

Grundsätzlich macht das keinen Sinn, da die Flugplanung bereits für das Projekt optimiert ist.

Aber: Es kann vorkommen, dass der Flug nach Anweisung der dt. Flugsicherung spontan unterbrochen werden muss (z.B. wegen hohen Flugaufkommens in Flughafennähe). Dann ermöglicht die Flugplanungssoftware, exakt dort wieder anzusetzen, wo der Flug unterbrochen wurde. Oder es ist auf Vorgabe der Flugsicherung notwendig, bei Projekten mit großer Flughöhe diese kurzfristig anzupassen.


9. Braucht man auch für Drohnen eine Flugplanung?

Ja. Der Unterschied ist, dass die Drohne das Projekt autonom abfliegt und vom Piloten nur überwacht wird.


10. Was ist die besondere Herausforderung bei einer Flugplanung?

Die Abwägung zwischen der optimalen Umsetzung des Kundenauftrags und dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. Insbesondere bei anspruchsvollem Terrain mit großen Höhenunterschieden ist für die Flugplanung viel Erfahrung notwendig.