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Aktualisiert: Juli 14

Aus der Praxis: Neuerstellung der Digitalen Bundeswasserstraßenkarte

Wie vielfältig die Aufgaben sind, mit denen wir uns befassen und für die wir Lösungen suchen und erarbeiten, das sehen Sie anhand des folgenden Projekts.


Unser Auftrag

geoplana Ingenieurgesellschaft mbH und Becker GeoInfo GmbH hatten im Frühjahr 2019 vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Berlin den Auftrag zur Neuerstellung der Digitalen Bundeswasserstraßenkarte 1:2000 (DBWK2) im Bereich der Unteren-Havel-Wasserstraße von km 16,3 – 68,1 inklusive Nebengewässer erhalten.


Die DBWK2 ist das Basiskartenwerk für Betrieb, Unterhaltung und Ausbau der Bundeswasserstraßen. Sie liefert eine ihrem Maßstab entsprechende, genaue und vollständige Wiedergabe der Erdoberfläche im Bereich der Wasserstraße.


Dargestellt werden alle für die Belange der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) relevanten Objekte, Anlagen und Bauwerke. Topographische Einzelheiten kommen zur Abbildung, sofern sie für den Betrieb, die Unterhaltung und die Sicherheit der Wasserstraße von Bedeutung oder anderweitig für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung von Interesse sind. Hierzu zählen u.a. die Schifffahrtszeichen, das Festpunktfeld, die Kilometrierung, die Verwaltungsgrenzen, die Höhenlinien und Leitungen im Wasserstraßenbereich, die WSV-Eigentumsgrenze usw.


Abb. 1 Bereich der Neuherstellung der DBWK2 mit Blattschnitteinteilung (vicinity)

Untere-Havel-Wasserstraße km 16,3 – 68,1 inklusive Nebengewässer


So haben wir das Projekt realisiert

Basis für die Erstellung der DBWK2 war die Befliegung mit photogrammetrischer Luftbildauswertung. Vor der Befliegung wurden 73 Pass- und 6 Kontrollpunkte im Gelände signalisiert und die Koordinaten im System ETRS89/UTM Zone 33 für die Lage und im System DHHN2016 für die Höhe bestimmt.


Der Bildflug wurde im Büro mit einer speziellen Bildflugplanungssoftware gemäß den Projektanforderungen geplant. Anschließend wurden alle notwendigen technischen Parameter für den Bildflug, wie z.B. die Flughöhen der einzelnen Streifen, vor dem Flug in das Kamerasystem geladen. Anhand der Wetterbedingungen im Befliegungsgebiet wurden die kameraspezifischen Einstellungen für den Bildmessflug getroffen. Hierbei spielte die langjährige Erfahrung des Piloten für die korrekten Einstellungen, beispielsweise die der Blendenzahl, eine entscheidende Rolle.


Beim anschließenden Flug wurden die Auslösepunkte der Messbilder mittels GPS/GNNS sowie einem INS erfasst. Die Genauigkeiten zu diesem Zeitpunkt lagen bei 1-3 Meter in Lage und Höhe. Durch nachträgliche Korrekturen konnten wir die Genauigkeit auf < 10 cm erhöhen. Nach der geometrische Prozessierung und Aerotriangulation erfolgte die photogrammetrische Auswertung in 3D. Da neben der 2-dimensionale DBWK2 auch ein 3-dimensionales DGM abgeleitet werden sollte, wurde viel Wert auf Bruchkanten und Höhenpunkte gelegt.


Abgeschlossen wurde das Projekt durch einen detaillierten Feldvergleich.



geoplana hat große Erfahrung bei der photogrammetrischen Auswertung von Luftbildern zur Herstellung der DBWK2. Da wir hier oft auch die Feldvergleiche durchführten, ist die photogrammetrische Erstauswertung bereits sehr genau und vollständig. Zellbibliothek, Keyport und Kontrollmakros zur Überprüfung des Datenmodells mit seinen Eigenheiten liegen so bereits vor und können für neue Projekte eingesetzt werden.


Sie möchten mehr zum Projekt, den Herausforderungen und technischen Details sowie zu seiner Realisierung wissen?