Flugzeug vs. Drohne

Digitales Geländemodell – mittels Drohne oder Flugzeug?

In den letzten Jahren drängten immer mehr unbemannte Fluggeräte - auch Drohnen oder UAVs genannt - in den Bereich der Luftbildvermessung. Diese versprechen durch Verfahren der automatischen Bildkorrelation eine schnelle und vergleichsweise preisgünstige Erstellung von Digitalen Geländemodellen.

Folgende Einschränkungen sind beim Einsatz von Drohnen zu bedenken:

  • Ca. 10mal so viele Bilder nötig, da die Flughöhe max. 100m beträgt – dadurch erhöht sich der Aufwand für Passpunkte und die Aerotriangulation beträchtlich.

  • Kein Kalibrierungsprotokoll möglich, da es sich um nicht korrigierte Objektive handelt.

  • Aufwändige Korrekturen erforderlich bei Objekten oder Bewuchs auf dem Gelände; bei dichtem Bewuchs (Gras, bewachsene Felder) wird dessen Oberfläche erfasst, nicht die der Erdoberfläche.

 

Aufgrund dieser Einschränkungen ist die Befliegung mit einer flugzeugtragenden, photogrammetrischen Messkammer und anschließender manueller Stereoauswertung meistens die wirtschaftlichere Lösung. Deshalb entscheiden wir von Projekt zu Projekt, ob die Drohne oder das Flugzeug die bessere Wahl ist – beide Techniken werden bei geoplana eingesetzt.

Vergleich manuelle Stereoauswertung - Bildkorrelation

Diesem Vergleich liegen zwei verschiedene Geländemodell-Datensätze einer Deponie zugrunde:

 

  • manuelle Stereoauswertung von Luftbildern aus einer Flugzeug-Befliegung

  • automatische Bildkorrelation von Luftbildern aus einer Drohnen-Befliegung

Drohne vs. Bildflug

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Das Klein-Relief wird vom Drohnenflug (rechts) aufgrund der viel höheren Anzahl der Messpunkte deutlich präziser wiedergegeben.