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FAQ

Aktualisiert: Juli 15

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  • 10 Fragen rund um das Thema Bildflugplanung

Vor jedem Flugprojekt steht die Bildflugplanung. Aber was ist dabei alles zu berücksichtigen? Wir beantworten 10 Fragen zum Thema "Bildflugplanung":

1. Brauche ich immer eine Flugplanung?

Ja! Der Pilot braucht sie als Grundlage für seinen Bildflug, und die Kamera erhält so ihre genauen Auslösepunkte.

2. Welche Angaben sind für die Flugplanung wichtig?

Die Angaben, die uns unsere Kunden für das Projekt vorgeben: >>> Bodenauflösung (GSD), die Überlappung (z.B.True-Ortho oder Orthophoto) und das zu befliegende Gebiet (Umring). Ein DGM ist bereits im Programm hinterlegt. Aus diesen Angaben errechnet unsere Software einen Vorschlag für die Flugplanung. Je nach Topografie kann es notwendig sein, anschließend nochmals nachzujustieren. Z.B. wenn für die Innenstadt eine andere GSD gewünscht ist als für das bewaldete Umland oder bei besonderen Höhenunterschieden wie z.B. am Rand der Schwäbischen Alb, im Rheingraben Richtung Pfalz oder in Singen mit seinem Hohentwiel.

3. Was wird bei der Flugplanung alles festgelegt?

Die Auslösepunkte der Kamera und die Lage der Flugstreifen. Diese Angaben werden anschließend in die Flugsoftware des Piloten eingelesen.

4. Wer macht die Flugplanung bei geoplana? Braucht man dafür Vorwissen? Und wenn ja: Welches?

Bei geoplana sind Frau Maier und Herr Drieling die Spezialisten für die Flugplanung. Was man für diese Aufgabe braucht ist neben einem guten geografischen Verständnis sehr viel Erfahrung!

5. Welche Software wird für die Flugplanung eingesetzt?

Wir verwenden die Leica MissionPro Flight Planning Software. Diese ist optimal auf unsere >>> Kameras von Leica abgestimmt.

6. Was passiert mit der fertigen Flugplanung?

Diese wird an unsere Piloten übergeben und in das Flugmanagement-System Leica FlightPro eingespielt. So erhält die Kamera automatisch ihre Auslöseimpulse, während der Pilot exakt die berechneten Flugstreifen fliegt.

7. Wie lange im Voraus wird die Flugplanung erstellt?

Grundsätzlich ist die Flugplanung sehr kurzfristig möglich. Mehr Vorlaufzeit brauchen Befliegungen in Flughafennähe oder bei einer GSD von 20cm. Dann ist vor dem Flug die Genehmigung der Flugsicherung notwendig. Diese muss am Flugtag nochmals bestätigt werden, so dass hier sehr kurzfristige Anpassungen notwendig werden können.

8. Kann der Pilot spontan von der Flugplanung abweichen? Wann macht das Sinn? Und was hat das für Folgen?

Grundsätzlich macht das keinen Sinn, da die Flugplanung bereits für das Projekt optimiert ist.

Aber: Es kann vorkommen, dass der Flug nach Anweisung der dt. Flugsicherung spontan unterbrochen werden muss (z.B. wegen hohen Flugaufkommens in Flughafennähe). Dann ermöglicht die Flugplanungssoftware, exakt dort wieder anzusetzen, wo der Flug unterbrochen wurde. Oder es ist auf Vorgabe der Flugsicherung notwendig, bei Projekten mit großer Flughöhe diese kurzfristig anzupassen.

9. Braucht man auch für Drohnen eine Flugplanung?

Ja. Der Unterschied ist, dass die Drohne das Projekt autonom abfliegt und vom Piloten nur überwacht wird.

10. Was ist die besondere Herausforderung bei einer Flugplanung?

Die Abwägung zwischen der optimalen Umsetzung des Kundenauftrags und dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. Insbesondere bei anspruchsvollem Terrain mit großen Höhenunterschieden ist für die Flugplanung viel Erfahrung notwendig.


  • Welche Vorteile hat die Befliegung mit dem Flugzeug im Vergleich zur Drohne?

Die Befliegung mit dem Flugzeug eignet sich insbesondere für Flächen ab ca. 2 ha bis mehrere tausend km²/Tag. Flugzeuge eigenen sich beispielsweise hervorragend für die Erstellung z.B. eines Orthophotos eines Stadtteils mit einer Fläche von mehreren Hektar. So ist eine Stadt durchschnittlicher Größe in nur 3 Stunden beflogen, während man mit einer Drohne hierfür mehrere Tage bräuchte. Für eine Befliegung von 8 Deponien, über Süddeutschland verteilt, benötigten wir z.B. im Dezember 2020 nur vier Stunden.

Die Befliegung mit der Drohne eignet sich insbesondere für komplexe vertikale Strukturen wie z.B. Fassaden oder Gebäude, um diese mit all ihren komplexen Strukturen als 3D-Modell zu erfassen. Die Flächenleistung einer Drohne hingegen ist viel geringer als bei Flugzeugen. Darum würde man für 8 Deponien in Süddeutschland auch 8 Tage Flugzeit benötigen. Selbst wenn man die Zeit hat, so vergehen oftmals 2 Monate um 8 gute Flugtage wettermäßig zu "ernten".

Eine detaillierte Gegenüberstellung Flugzeug - Drohne finden Sie hier ->

Eine Übersicht über unsere Flugzeuge und Drohnen finden Sie hier ->


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  • Was bedeutet GSD?

GSD ist die Abkürzung für Ground Sample Distance (dt.: Bodenauflösung). Sie beschreibt die Pixelgröße eines Luftbildes, gemessen auf der Erdoberfläche. Je höher die Bodenauflösung, desto besser die Qualität der Ortho- und True-Orthophotos bzw. der Auswertungen. geoplana fliegt mit einer GSD von bis zu 2,5cm. (zum Vergleich: Landesvermessungsämter liefern standardmäßig eine GSD von 20cm).






  • Was ist der Unterschied zwischen Orthophotos und True-Orthophotos?

Das Orthophoto ist ein Luftbild, das mit Hilfe eines Digitalen Geländemodells (DGM) entzerrt wurde. Das DGM stellt die Erdoberfläche dar, ohne Aufbauten wie Bebauung und Vegetation. Gebäude werden auf diese Erdoberfläche projiziert.


Das True-Orthophoto wird mit Hilfe eines Digitalen Oberflächenmodells (DOM) entzerrt. Das DOM stellt die komplette Erdoberfläche dar - inklusive Bebauung, Vegetation... Gebäude werden so dargestellt, dass keine Kippung mehr vorhanden ist.

-> Bildbeispiele zum Unterschied von Ortho- und True-Orthophoto



  • Was bedeutet georeferenziert?

Georeferenziert sind Bilder, wenn sie einem geodätischem Referenzsystem (z.B. Gauß-Krüger, UTM,...) zugeordnet sind.


Bei georeferenzierten Luftbildern/Orthophotos sind Rauminformationen gespeichert. Sie enthalten Informationen über die Lage des Bildes auf der Erdoberfläche, wie Position einer Bildecke, Pixelgröße und Bilddrehung.


Die Georeferenzierung kann direkt im Header der Bilddatei enthalten sein; so gibt es z.B. vom Format TIFF die georeferenzierte Version GeoTIFF.


Eine andere Möglichkeit ist die Weltdatei (Worldfile): hier wird die Georeferenzierung separat in einer kleinen Textdatei gespeichert. Bei TIFF-Dateien heißt die Erweiterung der Weltdatei .tfw, bei JPEG-Dateien .jgw usw.


CAD- und GIS-Programme können die Georeferenzierung lesen und damit das Luftbild an der richtigen Stelle anzeigen.


  • Was sind Passpunkte und wofür braucht man sie?

Passpunkte sind Punkte auf der Erdoberfläche (Signale, Kanaldeckel, Markierungen, ...), die im Luftbild sichtbar sein müssen. Ihre Koordinaten werden terrestrisch bestimmt und nach der Befliegung im Luftbild gemessen, um dieses zu georeferenzieren.



  • Welche Daten können bei einer Stereoauswertung erfasst werden?

Ausgewertet werden kann alles, was aus der Luft sichtbar ist und was die Bildauflösung erlaubt, z.B.: Gebäude: Dachform, Dachaufbauten, Emissionsquellen; teilweise auch Gebäudegrundriss.

Topografie: Straßen, Wege, Brücken, Fahrbahnmarkierungen, Mauern, Hecken, Zäune, Sitzbänke, Schächte, Gullies, Lampen, Schaltkästen, Hydranten, Schilder, Masten, Freileitungen,...

Vegetation: Laub-/Nadelwald, Acker, Grünland, Schilf, Rasen, Beet,...

Bäume: Kronendurchmesser/-höhe, Stammposition

Geländeformen: Bruchkanten, Formlinien, Höhenpunkte


  • Was ist ein Orthophoto und wie entsteht es?

Ein Orthophoto (Parallelprojektion) ist ein entzerrtes Luftbild (Zentralprojektion). Es entsteht durch Berechnung jedes einzelnen Pixels, aufgrund bekannter Orientierung des Luftbilds und der bekannten Höhe im Gelände (DTM).


  • Was sind Geodaten?

Geodaten sind alle Daten mit direktem oder indirektem Bezug zu einem bestimmten Standort oder geografischen Gebiet (Art. 3 Nr. 2 der INSPIRE-Richtlinie).


Vektor-Geodaten (=Liniengrafik) werden in Flächen-, Linien-, Punktdaten unterschieden. An diese grafischen Elemente können weitere Informationen in Form von Sachdaten angehängt werden.


2D-Vektordaten kommen z.B. bei Lageplänen zum Einsatz, während 3D-Daten eine Rolle spielen bei Digitalen Geländemodellen oder Stadtmodellen.


Raster-Geodaten (=Bilder) sind Luftbilder/Orthophotos sowie Gebäudetexturen.


  • Wann ist die beste Zeit für einen Bildmessflug?

Das hängt davon ab, wofür Sie die Bilder nutzen möchte. Beim Flug vor der Belaubung können Details unter den Bäume besser erkannt werden. Sind für Sie dagegen die Bäume von Interesse (Zustand, Baumkataster, ...) empfiehlt sich ein Flug mit Belaubung.



  • Was ist ein Stereoplotter? Und wofür brauche ich diesen?

Ein Stereoplotter ist ein Gerät (PC mit 3D-fähigem Monitor und entsprechender Software) für die dreidimensionale Betrachtung und Auswertung eines Stereobildpaares (benachbarte orientierte Luftbilder=Modell).

Mit einem 3D-Cursor werden alle sichtbaren Details aus dem Modell gemessen und erfasst.