FAQ

Aktualisiert: Okt 9

  • Was bedeutet GSD?

GSD ist die Abkürzung für Ground Sample Distance (dt.: Bodenauflösung). Sie beschreibt die Pixelgröße eines Luftbildes, gemessen auf der Erdoberfläche. Je höher die Bodenauflösung, desto besser die Qualität der Ortho- und True-Orthophotos bzw. der Auswertungen. geoplana fliegt mit einer GSD von bis zu 2,5cm. (zum Vergleich: Landesvermessungsämter liefern standardmäßig eine GSD von 20cm).


  • Was ist der Unterschied zwischen Orthophotos und True-Orthophotos?

Das Orthophoto ist ein Luftbild, das mit Hilfe eines Digitalen Geländemodells (DGM) entzerrt wurde. Das DGM stellt die Erdoberfläche dar, ohne Aufbauten wie Bebauung und Vegetation. Gebäude werden auf diese Erdoberfläche projiziert.


Das True-Orthophoto wird mit Hilfe eines Digitalen Oberflächenmodells (DOM) entzerrt. Das DOM stellt die komplette Erdoberfläche dar - inklusive Bebauung, Vegetation... Gebäude werden so dargestellt, dass keine Kippung mehr vorhanden ist.

-> Bildbeispiele zum Unterschied von Ortho- und True-Orthophoto


  • Was bedeutet georeferenziert?

Georeferenziert sind Bilder, wenn sie einem geodätischem Referenzsystem (z.B. Gauß-Krüger, UTM,...) zugeordnet sind.


Bei georeferenzierten Luftbildern/Orthophotos sind Rauminformationen gespeichert. Sie enthalten Informationen über die Lage des Bildes auf der Erdoberfläche, wie Position einer Bildecke, Pixelgröße und Bilddrehung.


Die Georeferenzierung kann direkt im Header der Bilddatei enthalten sein; so gibt es z.B. vom Format TIFF die georeferenzierte Version GeoTIFF.


Eine andere Möglichkeit ist die Weltdatei (Worldfile): hier wird die Georeferenzierung separat in einer kleinen Textdatei gespeichert. Bei TIFF-Dateien heißt die Erweiterung der Weltdatei .tfw, bei JPEG-Dateien .jgw usw.


CAD- und GIS-Programme können die Georeferenzierung lesen und damit das Luftbild an der richtigen Stelle anzeigen.


  • Was sind Passpunkte und wofür braucht man sie?

Passpunkte sind Punkte auf der Erdoberfläche (Signale, Kanaldeckel, Markierungen, ...), die im Luftbild sichtbar sein müssen. Ihre Koordinaten werden terrestrisch bestimmt und nach der Befliegung im Luftbild gemessen, um dieses zu georeferenzieren.


  • Welche Daten können bei einer Stereoauswertung erfasst werden?

Ausgewertet werden kann alles, was aus der Luft sichtbar ist und was die Bildauflösung erlaubt, z.B.: Gebäude: Dachform, Dachaufbauten, Emissionsquellen; teilweise auch Gebäudegrundriss.

Topografie: Straßen, Wege, Brücken, Fahrbahnmarkierungen, Mauern, Hecken, Zäune, Sitzbänke, Schächte, Gullies, Lampen, Schaltkästen, Hydranten, Schilder, Masten, Freileitungen,...

Vegetation: Laub-/Nadelwald, Acker, Grünland, Schilf, Rasen, Beet,...

Bäume: Kronendurchmesser/-höhe, Stammposition

Geländeformen: Bruchkanten, Formlinien, Höhenpunkte


  • Was ist ein Orthophoto und wie entsteht es?

Ein Orthophoto (Parallelprojektion) ist ein entzerrtes Luftbild (Zentralprojektion). Es entsteht durch Berechnung jedes einzelnen Pixels, aufgrund bekannter Orientierung des Luftbilds und der bekannten Höhe im Gelände (DTM).


  • Was sind Geodaten?

Geodaten sind alle Daten mit direktem oder indirektem Bezug zu einem bestimmten Standort oder geografischen Gebiet (Art. 3 Nr. 2 der INSPIRE-Richtlinie).


Vektor-Geodaten (=Liniengrafik) werden in Flächen-, Linien-, Punktdaten unterschieden. An diese grafischen Elemente können weitere Informationen in Form von Sachdaten angehängt werden.


2D-Vektordaten kommen z.B. bei Lageplänen zum Einsatz, während 3D-Daten eine Rolle spielen bei Digitalen Geländemodellen oder Stadtmodellen.


Raster-Geodaten (=Bilder) sind Luftbilder/Orthophotos sowie Gebäudetexturen.


  • Wann ist die beste Zeit für einen Bildmessflug?

Das hängt davon ab, wofür Sie die Bilder nutzen möchte. Beim Flug vor der Belaubung können Details unter den Bäume besser erkannt werden. Sind für Sie dagegen die Bäume von Interesse (Zustand, Baumkataster, ...) empfiehlt sich ein Flug mit Belaubung.



  • Was ist ein Stereoplotter? Und wofür brauche ich diesen?

Ein Stereoplotter ist ein Gerät (PC mit 3D-fähigem Monitor und entsprechender Software) für die dreidimensionale Betrachtung und Auswertung eines Stereobildpaares (benachbarte orientierte Luftbilder=Modell).

Mit einem 3D-Cursor werden alle sichtbaren Details aus dem Modell gemessen und erfasst.


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